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Suedlink

Keine Monstertrasse in Habichtswald

Schematische Erdkabelkorridore
Schematische Erdkabelkorridore

Schematische Erdkabelkorridore (70 KB)


Die Proteste der "Bürgerinitiative Habichtswald gegen SuedLink", gemeinsamen mit anderen BI‛s gegen die Monsterstromtrasse SuedLink waren erfolgreich. Bundesregierung und Bundestag habenauf Grund der erheblichen Widerstände entlang des geplanten Trassenkorridors beschlossen, die Leitung in der Regel als Erdleitung auszuführen. Daraufhin hat das Unternehmen TenneT (Planer und Betreiber der SuedLink-Stromleitung) die Verbindung von Nord nach Süd als reine Erdkabelverbindung neu geplant.

 

Wie Sie auf der Karte von TenneT ersehen können, nimmt die nun vorgesehene Erdverkabelung einen völlig anderen Verlauf. Die Leitungstrasse verläuft also nicht mehr in unmittelbarer Nähe unserer Gemeinde, sondern östlich von Kassel.

 

Die BI Habichtswald gegen SuedLink zeigt sich erfreut über die für Habichtswald erfreuliche Entwicklung und dankt allen Mitgliedern der Bürgerinitiative sowie der Gemeinde Habichtswald und Bürgermeister Thomas Raue für die konsequente Unterstützung gegen die Monsterstromleitung.

 

Stellungnahme Bürgermeister:
Die Gemeinde Habichtswald und alle Bürgerinnen und Bürger haben der Bürgerinitiative und damit jedem einzelnen Aktivisten sehr viel zu verdanken. Sie haben sich mit großer Leidenschaft und hohem Engagement diesem Thema gestellt und nicht nur einfach „NEIN“ gesagt, sondern sie haben Aussagen kritisch hinterfragt, Recherche betrieben und auch Alternativen aufgezeigt. In vielen Sitzungen war bis zuletzt zu spüren, wie wichtig jedem einzelnen dieses Thema ist.

 

Ganz besonders möchte ich Herrn Bürgermeister a.D. Wolfgang Aßhauer Danke sagen. Wolfgang Aßhauer hat sich aus der aktuellen Kommunalpolitik eigentlich zurückgezogen, doch bei diesem Thema sprühte er förmlich vor Ehrgeiz und alternativen Ideen. Ihm war es sehr wichtig, gemeinsam mit weiteren Mitstreitern aufzuzeigen, dass diese Südlink Trasse eigentlich überflüssig ist, da es hervorragende Alternativen gibt. Er hat die Arbeitsgruppe immer wieder motivieren können und am Ende stand der Erfolg.

 

Hier finden Sie weitere Links zu informellen Seiten:

 

http://www.netzentwicklungsplan.de/

 

 

Wir wollen gefragt werden
Mögliche SuedLink Stromtrassenführung tangiert Habichtswald.
Netzbetreiber Tennet zeigt nur wenig Informationsbereitschaft.

 

Die Gemeinde hat kein Verständnis für das Vorgehen von Netzbetreiber Tennet zur geplanten Nord-Süd-Stromautobahn Suedlink. Da wird eine mögliche Nordhessen-Variante über Habichtswalder Territorium ausgewiesen ohne vor der Planung das Gespräch mit dem Gemeindevorstand zu suchen. Thomas Raue: “Das kann so nicht sein. Wir wollen auf jeden Fall mitreden und vor allem wollen wir wissen, was da letztlich auf uns zukommt”. Denn hier haben die Macher offensichtlich am Volkeswillen vorbeigeplant. Das zeigt sich deutlich an der Unruhe in der Bevölkerung der im Bereich der Trassenführung gelegenen Kommunen. Wie Pilze schießen die Bürgerinitiativen gegen das Vorhaben aus dem Boden, letztlich auch deshalb, weil die Planer nichts Überzeugendes gegen eventuelle gesundheitliche Bedenken der dort wohnenden Menschen anführen können. Raue: “Hier besteht uneingeschränkter Handlungsbedarf und den wollen wir jetzt zeitnah und mit großem Nachdruck auf den Weg bringen”. Bereits in der Bürgerversammlung am 15.10. war der Unwillen der Habichtswalder Bürger über das Vorgehen deutlich spürbar. Und es gab dort bereits erste Stimmen, die für eine Gründung einer Habichtswalder BI plädierten. Um eine solche Interessengemeinschaft eventuell auf den Weg zu bringen ist nunmehr für den 7. November eine Info-Veranstaltung mit prädestinierten Gastrednern vorgesehen. (nw)