Diese Seite drucken

Kunst am Bau

Künstlerisches Konzept - Autorin: "Dagmar Dotting"
zur Gestaltung der Eingangssituation des Dorfgemeindehauses in Ehlen


Inhalt
1.1 Die Idee
1.2 Die Umsetzung
1.3 Beispiele aus der aktuelle Gegenwartskunst
2.1 Skizzen zum Entwurf


1.1
Die Idee
Kunst am Bau
Der Entwurf versteht sich als ein Aufgreifen der Geschichte um das Gemeindehaus als Spur die Hinterlassen wird. Der Spur in Form von typographischen Zeichen begegnet der Besuchern unwillkürlich. Es entsteht ein Dialog durch das Zusammenstoßen der Graphik mit der Wahrnehmung des Betrachters, der sich erinnert. Erinnerungsbilder werden wachgerufen über die Begegnung mit der Geschichte im Haus.
Ein Haus, eine Behausung ist ein Raum, der durch Leben erst seine Ausstrahlung erlangt, beseelt wird. Das Belebte des Gemeindehauses als Entwicklungsprozeß zu dem Jetzt-Zustand, beinhaltet die Geschehnisse, Prozesse die durch Ausformung eine Spur hinterlassen. In welchem Kontext Haus und Gemeinde stehen, zeigt sich in der Ausbildung der Formgestaltung. Widerum ist der Charakter einer Gemeinde von seiner Formgebung beeinflußt . Raumgestaltung wirkt dem zu Folge nicht nur äußerlich in seiner ästhetischen Wahrnehmung auf Menschen, sondern kann innere Räume der Menschen beeinflussen im positiven als negativen Sinne. Das Zusammenspiel von äußerer Form als Ausdruck der inneren Bewegung, übertragen in diesem Fall auf eine Gemeinde, zeigt die Gesamtkomposition nach Außen ( Charakter, Eigenschaften, Wirkung der Gemeinde).
Ebenso wenig wie die Gesamtkomposition begrenzen lässt, kann das auf die Geschichte übertragen werden. Die Geschichte als Ursache der Form, bildet die Basis, auf die immer weiter aufgebaut wird. Im Gegensatz ist die Zukunft die Zeit , die uns nicht gehört. Die Gegenwart so zu gestalten, dass sowohl die Geschichtliche Basis als auch eine Zukunft sich weiter entwickelt in einer Idee (systemisches Design), ist das Anliegen meiner Idee.

1.2
Umsetzung
Anhand geschichtlicher Datenrecherche werden in den öffentlichen Räumen die relevante Ereignisse in Form von Schriftbändern immer wieder auftauchen. Die Inhalte der Schriftbänder stehen Im Kontext zum Ort der Anbringung. Da sich die Räumlichkeiten im Laufe der Jahre verändert/verschoben haben, können und sollen manche Schriften für Irritation sorgen. So kann es sein, dass auf der Herrentoilette auf die Begebenheit hingewiesen wird, dass sich dort in den 60er Jahren über 200 Gefrierfächer befanden. An andere Stelle widerrum die Anordnung der Badekabinen, ebenso aus dieser Zeit, am Boden gekennzeichnet sind. Die Graphiken werden an den Wänden angebacht, ziehen sich jedoch auch über den Boden bzw. Decke. Auch im Außenbereich werden sie in Erscheinung treten. An besonders ereignisreichen Stellen werden kleine Kästchen installiert sein, die ein kleines Buch beinhalten mit näheren Informationen oder speziellen Fundstücken. Wichtiger Aspekt bei der graphischen Umsetzung soll sein, dass alle Altersklassen die Schriftzeichen deuten können sowie ein spielerischer Umgang in der Begegnung mit unserer Geschichte gefördert wird.

1.3
Beispiele aus der zeitgenössischen Gegenwartskunst im Umgang mit Text/Graphik im Raum Jost Wischnewski

Graphische Beispiele von Felice Varini
Arbeiten von Lawrence Weiner

Jenny Holzer

Projekt “Wortbild“ JVA Baunatal 2008
Auftragsarbeit der Klasse Prof. Nobert Radermacher